Ich brauche eine Genie, Vol 2, 19.10. @Berghain/Kantine.

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Feminismus und Funk und Rock´n Roll, und so…

VVK: https://tinyurl.com/yaxwoupm

live:
Cäthe, Doctorella, Shirley Holmes
lesung:
Theresia Enzensberger
dj:
The Brides – Funkarella & Marizla (Cool Whip)
hosts & moderationen:
Kerstin und Sandra Grether

 

Einlass: 20:00h Beginn // PÜNKTLICH!!: 21:00h
Vvk 9,00€ (Koka36/Ticketbude) Ak 10,00€

präsentiert von Missy Magazine, taz – die tageszeitung, ByteFM, kaput mag, Bohemian Strawberry Records und AmStart. Unterstützt von der Musicboard Berlin GmbH

„Das Programm überzeugt!“ (der Tagesspiegel)
„Der Popfeminismus braucht Genies!“ (Missy Magazine)

CÄTHE:

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Mit ihrem Debütalbum „Ich muss gar nichts“ war CÄTHE Anfang der zehner Jahre aus dem Stand ein ganz großer Wurf gelungen: Eine Sternengeburt – explosiv, facettenreich und nahezu universell! Allein die Kraft ihrer unverwechselbar markanten Stimme, die in Songs wie „Unter meiner Haut“ oder „Tiger Lilly“ besonders stark zum Ausdruck kam, ließ aufhorchen: „Unter meiner Haut bin ich nur ein kleiner Punk.“ „Verschollenes Tier“, das zwei Jahre später veröffentlichte Folgewerk, präsentierte elektronisch konnotierte, komplex aufgebaute Songs, mit Elementarteilchen von Rock, Folk und Blues, Elektro, Pop und Postmoderne!

Beide Alben konnten sich, ebenso wie „Vagabund“, auf Anhieb in den deutschen Charts platzieren! Und CÄTHE wurde mit dem Autorenpreis der GEMA in der Kategorie Rock (2012) als auch mit dem renommierten Fred-Jay-Preis (2013) honoriert.

Mit ihrem dritten Studioalbum „Vagabund“, das vor zwei Jahren erschien, ist die Sängerin und Songwriterin ganz bei sich selbst angekommen: Auf „Vagabund“ dominieren die Gitarren, geben wohltemperierte Singer-Songwriter-Preziosen den Ton an. Sie hat sich diesmal auf früheste Einflüsse besonnen, die ungefähr da einsetzen, wo sie mit zwölf Jahren im Auto ihres Vaters „Mercedes Benz“ von Janis Joplin hörte! Dass sie eine besonders starke Affinität zu der Musik der Woodstock-Generation hat, hat sie immer wieder verlauten lassen.

Live darf man sich auf ein dynamisches, ungemein lässiges und gleichwohl berührendes Konzert von CÄTHE und ihren Bandmusikern freuen! Und natürlich auf CÄTHES Markenzeichen: eine Stimme zwischen geheimnisvollem Schnurren, waidwundem Flehen und grimmigem Wüten.

Cäthe – „Unter meiner Haut“: https://www.youtube.com/watch?v=CtxvGOC-M18

DOCTORELLA // Kerstin & Sandra Grether

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Die Schwestern Kerstin und Sandra Grether, die bei der Berliner Band Doctorella für Songwriting, Lyrics, Gesang, Gitarre (Sandra) und Synthies (Kerstin) zuständig sind, gelten als die „Vordenkerinnen des Pop-Feminismus in Deutschland.“ (TAZ). Seit 2016 betreiben sie das Label „Bohemian Strawberry“, das die Veranstaltungsreihe „Ich brauche eine Genie“ präsentiert. Man kennt sie auch als Schriftstellerinnen („Zuckerbabys“, „An einem Tag für rote Schuhe“, Kerstin), Autorinnen („Spex“), Riot Grrrls („Parole Trixi“, Sandra) und meinungsfreudige Aktivistinnen.

Doctorella ist aber vornehmlich eine Band und kein Duo. Zu Doctorella gehören außerdem Sascha Rohrberg, ebenso Gitarre, sowie die Zwillingsbrüder Fabrizio (Bass) und Flavio Steinbach (Schlagzeug). Die Steinbach-Twins aus Leipzig kennt man z.B. auch, weil sie als Rhythmusgruppe „GoLuckys!“ schon die Begleitband für die US-amerikanische Folk-Ikone Barbara Manning war.

2012 erschien ihr mit innovativen Electro-Sounds angereichertes New-Wave-Rock-Debut-Album „Drogen und Psychologen“, über das die FAZ schrieb: „ Die Band Doctorella ist ein reiner Glücksfall.“ Doctorellas letzten Winter erschienenes zweites Album „Ich will alles von dir wissen“ hat sich den etwas anderen, den frechen und radikalromantischen Liebesliedern, Protestsongs, 20er Jahre Couplets mit Velvet Underground Touch und augenzwinkernden Hymnen für die Gegenwart verschrieben – und mit einer Mischung aus Americana, Folk, Chanson, NDW und Pop überzeugt. „Und mit Lyrics, die zum Besten gehören, was derzeit in deutscher Sprache getextet wird“ (so ihr Mentor Alfred Hilsberg). In der FAZ kürt man sie zum „Album der Woche“. Und RADIOEINS lädt gleich zweimal zum Interview:“ „Ein Erdbeerfeld der Gefühle…Demut, Hingabe, und auch Wut werden mit großer musikalischer Leichtigkeit gepaart.“

Beim Doctorella-Konzert darf man sich auf knallige & berührende New Wave-Folk-Rock-Chansons zum Mitsingen, Tanzen und Träumen freuen!

Doctorella – „Du bist immer noch mein Idol“: https://www.youtube.com/watch?v=N6dy7ItFaNI&spfreload=10

 

SHIRLEY HOLMES

SHIRLEY HOLMES_Press1_farbe_©rockdamost

„Wenn es eine deutsche Antwort auf „Kill Bill“ geben würde, sollten SHIRLEY HOLMES den Soundtrack dazu schreiben.“ (Taz)

Zwei schnelle Sängerinnen an Gitarre und Bass und auch ein Typ am Schlagzeug, der langsam nicht kann. Kein Stuss, keine Berührungsängste – nur 100% reine Energie. Made in Berlin. Das Trio macht Musik zum Tanzen und atmet dabei Rock, Rock und Rock – mit einer Prise knallhartem Pop! Man kann es auch Punk mit Indie, Elektro, 90’s und dem Gefühlswirrwarr von heute nennen – oder sich einfach Ideal, Kraftklub und L7 beim Schlammcatchen vorstellen. Dazu passend auch tumultige Battle-Gesangsparts in Deutsch und Englisch und smart-rotzige Texte. Am wichtigsten ist aber: man kann dabei nicht ruhig stehen bleiben.

Die beiden Frontfrauen bedienen nicht nur Mikrofone und Saiten; sie schreiben, arrangieren und produzieren auch die Songs. „Schnelle Nummern” heißt das neue Werk des Trios – der Albumtitel steht für sich.

Gemastert wurde „Schnelle Nummern“ von Michael Schwabe/Monoposto (Beatsteaks, Wir sind Helden, Turbostaat). Die Rapperin Sookee featured einen Song des Albums.

Shirley Holmes – “Vöglein”:
https://www.youtube.com/watch?v=hQGwezzigtI

 

DJ Programm:

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THE BRIDES – FUNKARELLA & MARIZLA (COOL WHIP)

2014, Funk sei Dank, die BRIDES sind back an den Decks!! Mit einem legendären Auftakt als Warm-up für George Clinton – Parliament Funkadelic im ASTRA Berlin und ihrer neuen Partyreihe COOL WHIP.

Rückblende:
2003 treffen sich zwei Ladies in Berlin: FUNKARELLA aus dem Westen, MARIZLA aus dem Osten, Fashion Freaks und Music Lovers und gründen 2004 ein DJ Team. Zusammen mit der Künstlerin Mellowrose etablieren die beiden als Pure-Funk-Fairy und S.h.i.h. die legendäre Plattform und Partyreihe „FrontFrauenFusion“. Mit drei weiteren Funk-DJ’s, Pete the Heat, Captain X-Masss odd und Dirk´n Türk, wird die „Church of Funk“ gegründet.
Zeit vergeht, vieles verändert sich, aber die Musikliebe bleibt!

Bei Ich brauche eine Genie darf man sich auf Funk, Funk und Funk freuen! (Im Einzelnen also z.B.: Dâm Funk, George Clinton, Dj Quik, Cameo, Kraftwerk, Baris Manco, Bar-Keys, Fatback, General Caine, Bootsy, Rick James and many more).

The Brides:
https://vimeo.com/194960389

Musik:
https://soundcloud.com/marizla
https://www.mixcloud.com/FUNKARELLA/

LESUNG:

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c) Rosanna Graf

THERESIA ENZENSBERGER
„Blaupause“ ist ein in jeder Beziehung kluger, exzellent recherchierter und spannender Roman, der Beachtung verdient.“ (NDR Kultur)

Theresia Enzensberger wurde 1986 in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College in New York und schreibt als freie Journalistin unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, ZEIT Online, Krautreporter und Monopol. 2014 gründete sie das vielfach preisgekrönte BLOCK Magazin.

Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Luise will viel erreichen im Leben – doch wenig davon hat zu tun mit der Huldigung großer Männer.

Zwischen Technik und Kunst, Populismus und Avantgarde, den Utopien einer ganzen Gesellschaft und individueller Liebe wird Luise deutlich, dass der Kampf um die große Freiheit vor dem eigenen kleinen Leben nie Halt macht. Rasant und äußerst gegenwärtig erzählt Theresia Enzensberger von einer jungen Frau in den Wirren ihres Lebens: von den brutalen Konflikten zwischen Rechts und Links bis zum Sprung eines jungen Liebespaares in einen nächtlichen Fluss, damals vor fast hundert Jahren.

DIE ZEIT schreibt:
„Blaupause“ seziert den versteckten Sexismus der Bauhaus-Schule von Walter Gropius… Eine Skulptur, die Luise für einen Projekttag anfertigen soll, wird von ihrem Professor Johannes Itten herabgewürdigt und mit den Worten verspottet: „Keine Sorge, Luise, die meisten Frauen haben Defizite im dreidimensionalen Sehen…“

ZUM KONZEPT der Veranstaltungsreihe:

Die neue Konzertreihe ICH BRAUCHE EINE GENIE lädt unterschiedliche weibliche* Berliner Acts in die Kantine am Berghain ein, um auf die mangelnde Repräsentanz von hiesigen Musiker*innen zu reagieren. Freude am weiblichen Können! Die Abende haben zudem Showcharakter, mit einer humorvollen und inhaltsstarken Moderation, sowie einer Lesung, einer Headliner-Band und Dj Programm. Da Musikerinnen und Autorinnen oft auf weibliche Stereotype reduziert und in ihrem Schaffen unterschätzt werden, soll das Gegenteil behauptet werden, deshalb – „Ich brauche eine Genie“.

Damit auch gleich mal klar wird, dass die eingeladenen Musikerinnen und Autorinnen vor allem deshalb da stehen, weil sie Talent und ein gewisses genialisches Können mitbringen. Die sich nicht auf charmanten Dilettantismus oder aufs Rolemodel-Sein reduzieren lassen. Aber auch keinen Bock mehr darauf haben, den Sexismus im Musikgeschäft zu leugnen. Sondern einfach was Neues, Geiles, Eigenes, Kraftvolles, Gekonntes machen.

Wer könnte so einen Abend besser kuratieren und moderieren als Sandra und Kerstin Grether, die als Musikerinnen (Doctorella), Autorinnen und Aktivistinnen „stilbildend den deutschen Popfeminismus prägten“ (TAZ)